Bei der vertikalen Vollinjektion von gemauerten Flächen werden die Mörtelfugen unter Druck mit Hydrostrukturharz (Gel) verpresst. Hierzu wird das Mauerwerk zu einem von der Mauerstärke abhängigen Prozentsatz waagerecht durchbohrt im Allgemeinen unter Verwendung der Standardrasteranordnung (quadratisch flächenzentriert). Die Abstände der Packer hängen dabei sehr stark von der Beschaffenheit des Mörtels ab, liegen aber im Durchschnitt bei 30 cm.
Schematische Darstellung der Mauerwerksinjektion
Die Unterschiede zu der bisherigen Verfahrensweise, bei der viel näher zusammenstehende Bohrkanäle, schräg gebohrt wurden, so dass jeweils zwei Lagerfugen durchstoßen werden, erklären sich durch den gewaltigen Viskositätsunterschied der Gele zu den herkömmlich verwendeten PU-Injektionsstoffen. Durch die orthogonalen Bohrungen und die geringeren Packerstückzahlen kann also der Bohr- und Materialaufwand erheblich gesenkt werden. Eine optimale Verpressung des gesamten Injektionsbereiches wird dann durch den Druckaufbau in den höheren Stufen erreicht.
In jeden Fall sollte eine Begutachtung vor Ort der fundierten Sanierungsplanung vorausgehen. Hierbei stehen die besonderen Aspekte des entsprechenden Sanierungsobjektes, wie beispielsweise die Verbindung von Sanierungsbereichen, die Ermittlung der Mörtelklasse oder die Festlegung des anzuwendenden Maximaldruckes im Vordergrund.
Die Abdichtung des Bauteils erfolgt durch die Unterbindung des Wassertransportes, sowie durch eine erhebliche Herabsetzung der Wasserdampfdiffusionsvorgänge. Die gewünschten raumklimatischen Vorgaben lassen sich so erzielen, unter Beibehalten der aus bautechnischen Gründen gewünschten Diffusionsfähigkeit.
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